Die Flüchtlinge und die Kartoffelkäfer, die werden wir nie wieder los

Dieses Zitat aus der Nachkriegszeit stammt von einem Bürger aus Peine. 12 Millionen Menschen hatten damals ihre Heimat unwiederbringlich verloren und mussten sich unter schwersten Bedinungen ein neues Leben aufbauen. Doch auch die aufnehmende Bevölkerung, die ebenfalls Not litt, hatte große Opfer zu bringen. Der Roman „Kaltenbruch“ greift dieses Thema auf und schildert die Konflikte, die unweigerlich folgten.

Während meiner Recherchen habe ich die Ausstellung „Zu Hause und doch fremd“ im Haus Schlesien nahe Bonn besucht, die den Umgang mit Entwurzelung und Heimatverlust sehr eindringlich darstellte. Das hier gezeigte Bildmaterial entstammt dieser Ausstellung.

Drei Fragen zu „Kaltenbruch“

Frau Küpper, Ihr Roman liefert ein Panorama der Nachkriegsgesellschaft in der deutschen Provinz. Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch?

MK: Nicht ich habe das Thema gesucht, sondern das Thema hat mich gefunden. Zufällige Begegnungen mit Zeitzeugen haben mich sehr berührt. Aus Interesse und Neugier ist eine Idee gereift, die sich zu einer Geschichte entwickelte. Es ist spannend zu schauen, wie eine kriegstraumatisierte, am Boden liegende Gesellschaft es schaffte, sich wieder aufzurichten und neu zu formen, und welchen Preis sie dafür zahlte.

Mich interessierte insbesondere das Schicksal der jungen Menschen, die ja in den Krieg hineingeboren worden waren oder ihn als Kinder durchlebt hatten. Die Frage lautete, wie sie später mit dem Erlebten zurechtkamen.

Die Provinz habe ich deshalb gewählt, weil ganz Deutschland damals in gewissem Sinne Provinz war.

 

Wie kamen Sie darauf eine Spannungshandlung und das historische Setting zu verknüpfen?

MK: Der Spannungsaspekt gehört für mich beim Schreiben immer dazu. Trotz des Hintergrundes ist es mein Anliegen zu unterhalten. Die Spannungselemente sind für mich der rote Faden, der die einzelnen Handlungsstränge verbindet, oder sagen wir besser: Sie sind der rote Gummizug, der sie zusammenhält und für Straffheit sorgt.

 

Warum sind die 1950er Jahre für uns heute so wichtig. Was verbindet uns damit?

MK: Es waren unsere eigenen Eltern und Großeltern, die von diesen Jahren geprägt wurden, was sich wiederum entscheidend auf ihr Verhältnis zu ihren eigenen Nachkommen auswirkte, also auf uns. Insofern wirkt diese Zeit bis in Generationen nach, die sie gar nicht selbst erlebt hat.

Es war eine sehr fragile Zeit, die Welt puzzelte sich gerade erst wieder zusammen. Auch aktuell erleben wir eine gewisse Fragilität, wir sehen, dass es keine Selbstverständlichkeiten gibt.

Ein weiterer Aspekt ist, dass wir heute mit einem offeneren, sozusagen neutraleren Blick zurückschauen können. Wir können das Leid, das die Bevölkerung durchlebte, anerkennen. Wir dürfen uns heute fragen, wie es für viele Millionen Menschen gewesen sein muss, ihre Heimat für immer zu verlieren, ohne uns deshalb gleich in ideologische Grabenkämpfe zu verstricken.

KALTENBRUCH

„Kaltenbruch“, eine Zeitreise in die 50er Jahre

Ein spannender und atmosphärischer Roman über die Spuren, die Chaos und Leid bei den vom Krieg Traumatisierten hinterlassen haben. Ein Roman, der auf beklemmende Weise die Nachkriegsjahre heraufbeschwört. Für die Leser von Brigitte Glaser, Carmen Korn und Mechtild Borrmann.

Frühsommer 1954: Eine vorlaute Bemerkung über die braune Vergangenheit seines Chefs bereitet Kommissar Peter Hoffmanns Traum von einer Karriere bei der Düsseldorfer Kripo ein Ende. Er wird in die rheinische Provinz versetzt, die er so schnell wie möglich wieder verlassen will.
Da geschieht in dem Dorf Kaltenbruch ein Mord, der die Gemüter der Menschen bewegt. Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Lisbeth Pfau macht sich Hoffmann auf die Suche nach dem Täter – und stellt fest, dass die Wunden, die der Krieg geschlagen hat, noch lange nicht verheilt sind, sondern auch in der jüngeren Generation nachwirken. Hoffmann und Pfau stoßen bei ihren Ermittlungen auf erschütternde Entdeckungen …

Hardcover, Droemer HC
01.03.2018, 368 S.

ISBN: 978-3-426-28200-7 19,99      E-Book (€17,99) 
 

Stimmen zum Buch:


Mein Literaturkreis.de

„Spannend bis zur letzten Seite und von hoher literarischer Qualität, die auf einen weiteren Roman dieser Autorin hoffen läßt.“
versalia.de, Winfried Stanzick, 18.04.2018

„Ein Spannungsroman, der gekommt die Stimmung der Nachkriegszeit beschwört.“ FÜR SIE, Susanne Walsleben 12/18 

Ulrich Noller und Frank Meyer, Deutschlandfunk Kultur
Auszug aus einem Beitrag vom 06.03.2018: Die relevanten Themen der Nachkriegszeit

Meyer: Und wenn wir auf die neuen Bücher schauen, ich habe es ja schon gesagt: Zwei neue Trümmerkrimis erscheinen gerade dieser Tage. Morgen kommen die raus. Unter anderem „Kaltenbruch“ von Michaela Küpper. Worum geht es denn in diesem neuen Trümmeroman?

Noller: In diesem Roman wird ein Mordfall erzählt, zu dem dann noch ein zweiter hinzukommt, der sich in dörflicher Umgebung in der rheinischen Provinz    Weiterlesen

WEITERE STIMMEN ZUM BUCH:

(…) „ein spannendes und überzeugendes Porträt der Nachkriegszeit“
Bücher Magazin, 01.04.2018

„ein ebenso spannender wie bewegender Roman“
buch aktuell, 05.03.2018

„Die Autorin […] schafft ein weitverzweigtes Netz von Beziehungen, dass ihr auch viele Möglichkeiten beim Lösen ihres Kriminalfalls offen lässt. […] man will es wissen, wie die Ermittler den Fall lösen.“
Konrad Holzer, BUCHKULTUR 2/18
„Spannend bis zur letzten Seite und von hoher literarischer Qualität, die auf einen weiteren Roman dieser Autorin hoffen läßt.“
versalia.de, Winfried Stanzick, 18.04.2018

„[…] ein engmaschiges, vielschichtiges Portrait der Nachkriegsgesellschaft […]. Und genau das macht diesen feinen Roman aus: „Kaltenbruch“ ist kein plakativer Krimi, das Verbrechen samt seiner Ermittlung gibt der Geschichte lediglich Struktur und Antrieb; die Genauigkeit, mit der Lebenswege, Schicksale, Befindlichkeiten und vor allem die Traumatisierungen der Kriegszeit gezeichnet werden, ist allerdings durchaus spektakulär.“
WDR, Noller liest, Ulrich Noller, 03.04.2018
Die komplette Besprechung finden Sie hier>>

„[…] spannend, wegen der einfühlsamen Beschreibung der Stadt-Land-Kulturkollision, wegen der farbigen Charaktere auf beiden Seiten, und weil es ganz nebenher die Polit-Propaganda unserer Gegenwart zurechtrückt, Deutschland habe die Flüchtlinge aus den Ostgebieten damals „problemlos aufgenommen und integriert.“
Wolfgang Pichler, General-Anzeiger Bonn, 09.03.2018

„Die Frage, wie die Menschen jener Zeit mit den traumatischen Erlebnissen in ihrer direkten Umgebung im Rheinland, vor allem aber mit dem, was sie an schrecklichen Erlebnissen auf der Flucht vor den herannahenden Truppen, aus dem Deutschen Osten mitgebracht haben, schwingt ständig mit.[…) [ein] spannender Roman […]“
Stephan Propach, Kölner Stadt-Anzeiger, 15.03.108
„Beklemmender Roman über die Nachkriegsjahre.“
SUPERillu, 22.03.2018
„Anhand eines Kriminalfalls erzählt Michaela Küpper eindrucksvoll über die Traumata der Menschen in den fünziger Jahren (…)“
ak-kurier.de, 24.02.2018
„Kaltenbruch“ konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen. […]Für mich war dieses Buch ein absolutes Lesehighlight!“
Stephanie P.,
Was liest du? Dein Magazin
„Michaela Küpper legt mit „Kaltenbruch“ einen grundsoliden Kriminalroman vor, der über sein Genre hinausragt. Er besticht durch die Rechercheleistung und Gabe seiner Autorin sprachlich präzise „die Kamera auf das Geschehen“ zu richten. […] Küppers feine Figurenzeichnung und -entwicklung, gepaart mit jeweils passend gewähltem Tonfall, bieten für uns als Leser, die wir nachgeborenen Generationen entstammen, einen packenden Anhalt, auf welchen Schultern wir stehen.
lesejury,  Kirsten Wilczek
„Dieses Buch ist nicht einfach nur Unterhaltung. Es regt zum Nachdenken an und hat mich in seinen Bann gezogen.“
lesejury, shanna1512
„…ein[..] rundherum gelungene[r] Krimi, dessen Handlung gekonnt eingebettet ist in die Zeit des Umbruchs. Ein Highlight für mich und so kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen aussprechen und gebe wohlverdiente 5 Sterne.
lovelybooks, Annafrieda
„Ein ansprechender Roman aus der Nachkriegszeit, der deutlich macht, dass mit dem Kriegsende 1945, das Elend und die Traumata noch lange nicht beseitigt gewesen sind. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und fünf Sterne.“
lovelybooks, bellis-perennis

„Ein Buch wie ein reinigendes Gewitter.“
lovelybooks, Christine2000

 

WILDWASSERPOLKA

Kompetenz in Teufels Küche

Ein scheinbar alltäglicher Auftrag entpuppt sich für Privatdetektivin Johanna Schiller als brandgefährliche Angelegenheit: Während sie in Sachen ehelicher Untreue ermittelt, wird sie Zeugin eines angekündigten Doppelmordes. Kurz darauf entdeckt sie eine Leiche im Kofferraum ihres Wagens – aus der Jägerin Johanna ist eine Gejagte geworden. Hals über Kopf flieht sie aus ihrer Heimatstadt Siegburg ins Siegtal, doch ihre Verfolger sind ihr dicht auf den Fersen …

„Mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors fesselt der erste Siegtalkrimi
von Michaela Küpper.“
 Siegener Zeitung

"Ein Lokalkrimi, deren Ich-Erzählerin in rasantem Erzählstil durch 
die Handlung führt. Die bleibt bis zuletzt spannend und undurchsichtig,
was auch daran liegt, dass die Autorin nie die Erzählperspektive 
der Hauptfigur verlässt.“
 General-Anzeiger Bonn

„Ein witziger und spannender Krimi für den Urlaub.“
 Radio Siegen

„Krimiautorin Küpper mischt das beschauliche Windecker Ländchen auf.“
 Extra-Blatt Siegburg

Mit der WDR-Lokalzeit an Originalschauplätzen:


Zu Gast bei Center TV. Im Gespräch mit Moderatorin Catharina Krütt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Zu Gast bei Radio Bonn/Rhein-Sieg:

 

WILDWASSERPOLKA
Kriminalroman

370 S. / 12 x 20 cm / Paperback
Juli 2013
ISBN 978-3-8392-1431-2
sofort lieferbar beim Buchhändler Ihres Vertrauens

oder hier:
per Post bestellen für 9,99 €

als ePub downloaden für 8,99 €

als PDF downloaden für 8,99 €

 

 

WINTERMORGENROT

Nicht willkommen

Ein Dorf, eine Frau, ein gut gehütetes Geheimnis: Wird Karen die Wahrheit über die Jahrzehnte zurückliegenden Geschehnisse erfahren?

Die Studentin Karen zieht aus der Großstadt in ein ehemaliges Bauernhaus. Doch statt der erhofften Ruhe und Idylle empfängt sie die unverhohlene Ablehnung der älteren Dorfbewohner. Bald kommt es zu offenen Anfeindungen und tätlichen Angriffen, die Karen veranlassen, den Ursachen der Feindschaft auf die Spur zu kommen. Bei ihrer Suche nach der Wahrheit bringt sie Ereignisse ans Tageslicht, die für immer im Dunkeln verborgen bleiben sollten.
 
„In bester englischer Krimi-Manier erzählt Michaela Küpper in ihrem 
Debütroman die kunstvoll verflochtene Geschichte zweier Frauen.
Auch krimigeschulten Lesern dürfte es nicht gelingen, das Geheimnis 
um sie zu lüften – aber nicht zuletzt diese Ungewißheit macht
den Reiz des Romans aus.“
Badisches Tagblatt
(Kommentar zu vergriffener Ausgabe)

 

WINTERMORGENROT
Kriminalroman

381 S.
März 2015
Exklusiv als E-Book erhältlich
ISBN 978-3-7349-9290-2

als ePub downloaden für 6,99 €

 

 

                                                                                             Weihnachtliche Sonderausgabe:

Herbei, o ihr Morde

800 S.
Dezember 2016
Exklusiv als E-Book erhältlich
ISBN 978-3-7349-9454-8

als ePub downloaden für 12,99 €

Kommissar Merana muss sich auf dem Christkindlmarkt eines Christkinds mit Pistole erwehren (»Maroni, Mord und Hallelujah«). In einer Dorfgemeinschaft trifft die hinzugezogene Karen auf Anfeindungen und Misstrauen und bringt auf der Suche nach der Wahrheit Dinge zutage, die besser verbogen blieben … (»Wintermorgenrot«). Und in »Stille Nacht, grausige Nacht« wird es richtig gruselig: Reporterin Trisha liest beim Übernachten in einem einsamen Hotel ihre eigene Geschichte, die mit einer schrecklichen Drohung endet: Noch heute Nacht wirst du sterben!

WITWENRALLYE

Privatdetektivin Johanna Schillers 2. Fall

Privatdetektivin Johanna Schiller hat den Auftrag, die abtrünnige Frau von Exbankräuber Krämer aufzuspüren. Schnell hat sie Erfolg. Doch am Morgen nach dem Wiedersehen ist Krämer tot. War die Aufregung zu viel für sein krankes Herz? Bald hat Johanna eine andere Spur. Krämer erhielt von seinem Bruder kurz vor dessen Tod einen Brief mit dem Hinweis, wo sich die Beute aus dem gemeinsamen Überfall befindet. Ein Motiv für die jungen Witwen der Brüder? Eine wilde Schatzsuche durch das Rheinland beginnt.

"Mit Wortwitz und Courage führt die Autorin den Leser durch 
einen rasanten Plot, der vom Tatendrang der Protagonistin lebt
und sich mit dem Charme der Region ergänzt."
AK Kurier

Rezension von Peggi Liebisch, Agentur für Sprache und Kommunikation >> 

"Auf kriminelle Ideen komme ich überall" - Interview mit Gabriele Quarg,
General-Anzeiger Bonn >>

WITWENRALLYE
Kriminalroman
306 S. / 12 x 20 cm / Paperback
Juli 2015
ISBN 978-3-8392-1765-8
sofort lieferbar beim Buchhändler Ihres Vertrauens

oder hier:

per Post bestellen für 11,99 €

als ePub downloaden für 9,99 €

als PDF downloaden für 9,99 €